Was dachte Nietzsche als er kein Denker mehr war – Nietzsches Demenz

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Beschreibung

Nietzsche, der in seinem letzten Lebensjahrzehnt (1889-1900) „umnachtet“ gewesen ist, hat offenbar mehr gedacht und gefühlt als man bisher wußte – aber wohl auch nur deshalb, weil man nie gefragt hat was er dachte.

Den Zeitzeugnissen kann man es jedenfalls entnehmen, wenn man sie daraufhin untersucht. Ein scheinbar bedeutungsloser Zettel in der Handschrift Nietzsches aus Nietzsches aller letzten Lebenszeit wird in diesem Buch erstmals vollständig wiedergegeben. Bei dem Schiftstück handelt es sich nicht nur um den letzten Versuch einer Autobiographie. Vielmehr äußert Nietzsche darin auch Wünsche, die er an die Mitwelt gerichtet hat – wenn man sie zu lesen versteht.

Dies wird ergänzt durch eine Fotogalerie mit sämtlichen bekannt gewordenen Portraitfotos. Als eine Einheit, aus welcher sich intuitiv eine Lebensentwicklung ablesen läßt, werden sie, so weit bekannt, hier erstmalig wiedergegeben.

Schließlich werden im letzten Teil die ganz wenigen Berichte zu Nietzsches geistig-seelischer Verfassung verwendet, welche so erlebnisnah niedergeschrieben worden sind, dass man ihnen trauen kann.

Aus ihnen geht ebenfalls hervor: Nietzsche ist bis zu seinem Tode nie ganz ohne geistige Regungen gewesen, auch wenn sie immer mehr abnahmen. Das hat aber auch mit der Art und Weise seiner Pflege zu tun. Nietzsches Körper wurde vorbildlich gepflegt, dagegen die „geistige Nahrung“ vernachlässigt. So blieben geistige Anregungen mehr und mehr und schließlich ganz aus und so läßt sich aus dem Fall des kranken Nietzsche auch etwas Allgemeines über den Umgang mit Dementen lernen, also über ein großes Thema unserer Zeit.


Was dachte Nietzsche als er kein Denker mehr war
Nietzsches Demenz
von Uwe Henrik Peters
ISBN: 978-3-931906-27-6
196 Seiten 60 Abbildungen

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